Startup Leipzig: Gründerin Alexandra Pauly von FlamingoCat über ihren beruflichen Werdegang auf der Veranstaltung "auf anderen Pfaden" im Hostel Garten Eden

FlamingoCat auf anderen Pfaden

Mutig sein und neue Wege beschreiten – wenn das immer so einfach wäre. Die Mädels vom Leipziger Startup Zitronengrau machen mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe Lust sich auszuprobieren und auf die innere Stimme zu hören. Eine Flamingokatze „auf anderen Pfaden“

Mut zu scheitern

Wenn einen so strahlende Augen, wie die von Anne anlächeln, kann man einfach nicht „nein“ sagen. „Wir würden uns riesig freuen, wenn du auf unserer Veranstaltung ein bisschen was aus deinem Leben erzählen würdest. Du würdest einfach perfekt passen.“ Einen Vortrag halten – das hab ich seit der Schulzeit nicht mehr gemacht. Aber das Konzept ist toll und was soll schon schief gehen? „Klaro. Ich bin dabei“

Nur: was wollen die Leute eigentlich hören? Und, ist meine Geschichte wirklich spannend genug? Während ich die ersten Bilder in die Powerpoint-Präsentation klicke, werden Erinnerungen wach. Das Foto von Abiball mit der peinlichen Frisur und den viel zu dünnen nachgezeichneten Augenbrauen. Oh man! An die Schulzeit erinnere ich mich gar nicht gern. Unsicherheit, Lernstress, Erwartungsdruck, Mobbing.  Am Ende zwar ein Einser-Abschluss, aber die entscheidenen Dinge im Leben hatte ich im Gymnasium leider nicht gelernt. Zum Beispiel auf den eigenen Bauch zu hören. „Eine Lehre machen? Das ist doch nichts für Abiturienten“ Den Brief mit der Zusage für die Holzbidhauerlehre hab ich damals schnell beiseite geschoben und stattdessen eine Bewerbung an die ZVS ( Zentrale Vergabestelle von Studienplätzen) fertig gemacht. Bauch aus.Kopf an. Zahnmedizin – Das ist was für Abiturienten!

 

Schuleinführung 1992

 

left right, right left

Wie wenig das zu mir gepasst hat, sehe ich erst heute, mit dem nötigen Abstand. Und dass obwohl es die ganze Zeit so offensichtlich war. Physik, Chemie…(beides schon in der Kursstufe abgewählt) biedere weiße Kittel und ein Verbot für Nagellack und große Ohrringe. Meine Kommilitonen hatten mich schneller durchschaut . „Du passt doch viel besser zu VIVA.“ Dass ich statt beim Musikfernsehen dann doch bei RTL gelandet bin, hat am Ende dann eigentlich niemanden überrascht. Naja, außer meiner Familie. „6 Jahre Studium willst du jetzt einfach hinschmeißen? Das begreif ich nicht.“ Sorry Mama! Aber ich halt das nicht länger aus!

 

Zurück auf Null

Also alles zurück auf Null. Dass bestandene Examen beeindruckt die neuen Kollegen in der Fernsehredaktion nämlich gar nicht. Beinahe jeden Monat sehen sie Praktikanten kommen und gehen. Hilfsbereitschaft oder nette Worte sucht man hier vergeblich. Anerkennung muss man sich hier hart erarbeiten, besonders als Quereinsteiger. Das ändert sich erst, als ich von Leipzig nach Berlin ziehe. Neue Kollegen, neues Glück! Trotzdem bin ich rückblickend betrachtet sehr dankbar über diese Erfahrung, denn ich habe etwas sehr wichtiges gelernt:

 

„Egal was die anderen sagen, man kann alles schaffen, wenn man nur selbst genug daran glaubt.“

 

Apropos schaffen: „Wenn wir pünktlich zur Veranstaltung kommen wollen, müssen wir jetzt los“. Schnell noch die Fotos für Roberts Präsentation in den Wagen schmeissen und dann nix wie los. „Wozu brauchst du eigentlich die Wäscheleine“. „Das wird meine Ausstellung“ Soso. Am Hostel Eden endet die kurze Fahrt. Durch den großen Flur hindurch kann man von der Straße direkt in den Garten schauen.  Bunte Wimpel, Lichterketten und eine kleine Bühne mit Stuhl, Stehlampe und einer kleinen Leinwand für die vorbereitete Präsentation. „Oh Gott, ich glaub ich werd nervös“ Gut, dass die aufsteigende Aufregung direkt von einem großen Eisfcafe mit ganz viel Schlagsahne weggespült wird. Christin und Anne sind eben einfach fantastische Gastgeber.

 

Kopf aus, Bauch an

Während an der Leinwand noch schnell die letzten Checks durchgeführt werden,  füllt sich der Hostel Garten langsam mit neuen und bekannten Gesichtern. Dass sich doch so viele für die Entstehungsgeschichten von  2 kleinen Leipziger Startups interessieren macht Mut.Noch ein mal durchatmen. Puuuuhhhh… Kopf aus. Bauch an!

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 Veranstaltungsfotos von Annabelle.sagt

 

Für alle, die unseren fulminanten Auftakt verpasst haben: Hier gehts zur Präsentation

Übrigens: Im Herbst, gibts die zweite Ausgabe von „Auf anderen Pfaden“ Wir sehen uns dort!

 

 

 

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